Urlaubserlebnisse auf Feuerteventura
Freudenstrahlend überreichte mir meine Mutter den Urlaubs-Gutschein zu meinem Geburtstag: Fuerteventura. Okay, den Flug nach Fuerteventura gibt es günstig und weniger als vier Stunden Flugzeit ist man von Düsseldorf in der Sonne. Aber meine ersten Gedanken waren, dass mir meine Oma von ihrem dortigen Urlaub mit Gleichgesinnten (lebensfrohe Rentnerinnen) im Ferienhaus auf Fuerteventura berichtet hatte. Rüstiger Rentner, langweilige und wellenlose Strände, ödes bis nicht vorhandenes Nachtleben? Falsch! Nach zwei Wochen Urlaub, kann ich von einem völligst andere Fuerteventura berichten. Vor allem die Strände haben es mir angetan. Der absolute Tipp für alle die Spaß an wellen haben, ist die (dem Ozean zugewandte) Westküste. Die höchsten Wellen findet man am Nord-Track. Diesen Feldweg findet man entlang der Küste von Corralejo und El Cotillo. Weiter interessante Spots sind die Playa de la Pared und die südwestlich gelegene Punta del Tigre. Nach dem Kauf eines sogenannten Boogie-Boards bin ich zwei ganze Wochen lang zwischen diesen Locations gereist und bin nachhaltig begeistert. Die wellen sind mitunter riesig und brechen in Küstennähe. Man muss nicht ein bis zwei Kilometer hinaus schwimmen, sondern kann das Surfbrett nahe der Küste in die sich brechenden Wasserfluten stürzen. Diese sind teilweise so brachial, dass ich kurzfristig auf der Suche nach meiner Badehose war und es mir am dritten Tag das Boogie-Board zerlegte. Die Wellen sind wirklich riesig, aber die Strände sind großtenteils frei von gefährlichen Riffen oder Strömungen (falls doch, werden diese am jeweiligen Strand mehrfach und unübersehbar ausgeschildert) und das flach abfallende Ufer mindert die potentiellen Gefahren. Auch sind die Strände das ganze jahr über gut frequentiert, so dass im Fall der Fälle auch Hilfe vor Ort ist. Für alle Novizen des Wassersports, bietet sich eine der vielen Surfschulen an. Dort wird einem unter professioneller Anleitung beigebracht, wie man sich ins sog. "Weisswasser" zu stürzen hat. Begünstigt wird das Surfer-Paradies durch das durchweg mindestens 18 Grad warme Wasser. Während meines Aufenthalts im Spätsommer, hatte das salzige Nass angenehme 23 Grad, so dass ein Neoprenanzug zum Surfen obsolet war. Fazit: Man sollte sich nicht von den ersten Impressionen täuschen lassen. Fuerteventura bietet sowohl den sonnensüchtigen Rentner, als auch dem party- und surfwilligen Jungvolk einiges. Die wunderschönen Strände im Osten sind für den geruhsamen und die wellenüberzogenen "Playas" im Westen für den actiongeladenen Teil des Urlaubs geeignet.
